Lernmaschine Twitter

Dezember 6, 2010  |  Blog, Marketingtrends, Wissen  |  2 comments

FaceTweet it!

Persönlich möchte ich das soziale Netzwerk Twitter überhaupt nicht mehr missen, doch noch immer gibt es viele Menschen, die Sinn und Zweck des Ganzen nicht verstehen. Dabei bietet der Kurznachrichtendienst tolle Möglichkeiten, bei einem Mega-Trend der Zukunft, dem lebenslangen Lernen, ganz weit vorn zu sein. Der Medienlotse zeigt, wie das geht.

1. Lesen bildet!
Auch wenn sich das Videoportal YouTube über immense Wachstumsraten freut, bildet das Lesen am Bildschirm für viele Internetnutzer immer noch die Hauptbeschäftigung. Twitter ist da keine Ausnahme. Wer der anfänglichen Versuchung widersteht und innerhalb des Netzwerkes nur Freunden oder Bekannten folgt, wird geradezu sein blaues Wunder erleben, welche Informationen nun plötzlich einströmen. Das kann mal belangloses Gebrabbel sein, doch bestenfalls verbergen sich hinter den Tweets Hinweise auf anregende Artikel, Bücher oder Links. Schon jetzt gehört diese Art von Informationen zu den meistgetweeteten Inhalten, schreibt Thomas Mauch beim Imgriff-Blog.

2. Fachspezifische Informationen
Egal ob Pressesprecher oder Fliegenfischer – bei Twitter findet fast jeder Fachinformationen zu seinem Lieblingsthema oder Steckenpferd. Im besten Fall entsteht dadurch ein neuer Kontakt, der beruflich neue Perspektiven öffnet oder über das Business-Netzwerk XING noch vertieft werden kann. Insbesondere bei sog. Twittnites, bei der sich Twitter-User treffen, kann dort eine ganz besondere Dynamik und Austausch entstehen.

3. Selbstbestimmtes Lernen möglich
Die Chancen, Twitter als Lerntool und Empfehlungsmaschine zu nutzen, stehen gut, denn die User entscheiden selbst, welche Tweets für ihren Lernerfolg Relevanz haben und welchen Personen auch künftig gefolgt werden soll. Der Medienlotse hat gute Erfahrungen damit gemacht, bsp. Autoren von Fach-Studien per Twitter direkt anzusprechen. Damit ist beiden Seiten geholfen: Der Autor erhält durch die spätere Besprechung seines Werkes hier im Blog Aufmerksamkeit, der Medienlotse wertvolle Informationen.

4. Feste Zeiten nötig
Wer mit Twitter wirklich Lernerfolge erzielen will, sollte sich an feste Regeln halten. In diesem Falle bewährt es sich nämlich, den Tweet-Stream nur einmal täglich zu lesen. Ansonsten würde der konstante Nachrichtenfluss nur ablenken. So ist aber die Möglichkeit gegebene, sich interessanten Tweets zu widmen und ggf. weitere Zeit aufwenden, um die dahinterliegenden Informationen zu erschließen. Eine weitere Möglichkeit: Das Anlegen von Listen bei Twitter. So können interessante Personen zu einer Gruppe zusammengefasst und deren Tweets gebündelt betrachtet werden.

5. Handwerker und Einzelhändler voran!
Twitter ist aber nicht nur ein Betätigungsfeld für schlaue Professoren, gewandte Journalisten oder mitteilungsbedürftige Berater, sondern kann auch von lokalen Dienstleistern wie Handwerken oder Einzelhändlern genutzt werden. Schon jetzt werden immer mehr Informationen online abgefragt (Beispiel: Arztwahl nach Umzug in eine neue Stadt mittels Qype-Bewertungen). Twitter kann ein guter Einstieg für den Elektriker von nebenan sein, Tipps zum Glühbirnenwechsel zu geben. Auch können Discounter auf Sonderangebote oder die Reststückzahl von Schnelldrehern aufmerksam machen. Probieren Sie es einfach mal aus (bevor Sie aber einfach so loslegen, vorher noch ein paar Texte hier im Blog lesen)!

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2 comments
  1. girlmeetspearl Dez 06, 2010 at 9:23 AM

    Also mir kommt in dem Artikel eindeutig zuviel “kann” und “im besten Fall” vor. Alles Wunschgedanken. Dass man über Twitter wirklich lernen kann, halte ich für sehr unwahrscheinlich, da man die Informationen passiv bekommt. Wenn man etwas lernen will/muss, ist die aktive Suche eindeutig besser.
    Das größte Problem an Twitter, ist gleichzeitig sein vermeintlicher Vorteil: Die Einfachheit. Es wird ALLES getwittert. Und oft sogar gechattet. Das raubt Twitter sein eigentliches Potenzial.

    • medienlotse Dez 06, 2010 at 11:03 AM

      Mit Twitter verhält es sich ähnlich wie mit Prognosen zur künftigen Wirtschaftsentwicklung: alles kann, nichts muss. Ich bin jedoch ein Freund davon, Dinge auszuprobieren und selbst zu gestalten. Mit den im Beitrag beschriebenen Listen und den vielen, vielen Tweet-Clients lassen sich gut Filter einrichten, die das Spam-Potenzial dramatisch senken und die Lernkurve ansteigen lassen!

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