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Neues deutsches KinoKomm mir nicht mit dem Fikkefuchs Donnerstag, 29.06.2017  15:01 UhrDrucken NutzungsrechteFeedbackKommentieren Fühlen Sie sich manchmal ausgebrannt und leer? Lola Randl stellt diese Frage, es ist der Titel ihres neuen Films,philipp plein girlfriend, und das gesamte Programm der Reihe "Neues Deutsches Kino" beim Filmfest München scheint darauf zu antworten. Viele der Filme entwerfen romantische Perspektiven angesichts psychologischer Dürre oder sozialer Entfremdung. Und auf merkwürdige Weise schaffen sie es, dabei sowohl zynisch als auch romantisch zu sein. Regisseur Tom Lass lässt in seinem dritten Spielfilm die Frau eine Blinde spielen, damit der Mann, den er selbst verkörpert, der Liebe überhaupt eine Chance gibt. "Blind & hässlich", das passt zusammen. Nur blöd, dass sie gar nicht blind ist,philipp plein hundebett, und er vor allem kapriziös. Mit "Blind & hässlich" wählt Lass den Weg der Komödie, bei der die Hoffnung aufs Zusammenfinden der beiden genauso Motor der Geschichte ist wie die Sehnsucht nach ihrem Scheitern – weil das lustiger ist,philipp plein outlet store, und Kino auch Schmerzen verursachen soll. Es fühlt sich vielleicht auch wichtiger oder richtiger an. Der Mann jedenfalls, er steckt ganz selbstverständlich in der Krise. Das ist bei Klaus Lemke nicht viel anders, nur dass die Männer es sich kaum einmal eingestehen. Lemkes "Making Judith!" ist eine Metakomödie, die auf dem Filmfest München spielt und bei der zwar die schönen jungen Frauen auf den alten Lemke stehen, meistens aber aus Kalkül. Für einen Blick hinter die Kulissen der Spielfilmproduktion interessiert sich "Making Judith!" weniger als für eine Reihe zynischer Bestandsaufnahmen vom verkorksten Verhältnis von Männern und Frauen – leer sind sie alle,philipp plein basecap, und irgendwie ist das normal. Lemke ist eher kein Romantiker, was die Liebe betrifft, aber durch und durch beseelt vom Glauben an die großen Gesten, wenn es um Kino geht. Und so entwickelt sich bei ihm zumindest eine Sogkraft, die aus der bitteren Bussi-Bussi-Gesellschaft herauszuführen vorgibt. AlamodeJan Henrik Stahlberg in "Fikkefuchs" Jan Henrik Stahlberg – wer die von ihm geschriebenen oder inszenierten Filme wie "Muxmäuschenstill" und "Bye Berlusconi" kennt, wird es ahnen – suhlt sich geradezu in schlechten Gefühlen und den Peinlichkeiten seiner Protagonisten. Mit "Fikkefuchs" hat er eine Satire gedreht, bei der seine eigene Haltung nicht immer zu trennen ist von der seiner frauenfeindlichen, hasserfüllten, lebensfeindlichen und sexbesessenen Figuren. In einem beachtlich getimten, ziemlich unangenehmen Strom an Aggressionen und Beleidigungen kämpft vor allem Hauptdarsteller Franz Rogowski ("Lovesteaks") gegen Eindimensionalität an. Er spielt Thorben, der wegen versuchter Vergewaltigung in einer Anstalt landet, flieht und bei seinem Vater Rocky (Stahlberg), einem früheren Casanova und jetzigen Loser mit schütterem Haar, landet. Deprimierter geht nimmer. "Fikkefuchs" changiert zwischen Abscheu und Faszination für die beiden Männer,philipp plein furniture, die keine abkriegen. Der Film glaubt aber nicht nur an die Schlechtigkeit der Welt, sondern, weil es als dramaturgisches Element irgendwie funktioniert, auch an die Romantik eines sich gegenseitig helfenden Vater-Sohn-Gespanns. Wenn schon von Sex besessen, dann wünscht man sich eher in die Welt von RP Kahls "A Thought of Ecstasy". Sein überwiegend in den USA gedrehter, erster vom Fernsehen koproduzierter Kinofilm ist sehr lose und offen gestrickt: Er erzählt von einer obsessiven Beziehung, die vergangen ist, aber in Texten fortbesteht. Und so treffen sich erigierte Glieder, Peitschenhiebe und sich öffnende Vaginas zu einem Elektro-Soundtrack, von dem nie klar ist, ob er verführen oder vertrösten soll – weil nicht zusammen kommt, was zusammen gehört. Wenn Kahls Film eins nicht ist, dann zynisch. Und dennoch: ausgebrannt und leer sind die Menschen auch hier. Fotostrecke 8 BilderNeues deutsches Kino:Blind und hässlich, ausgebrannt und leer Die schönsten, anregendsten, irrsten Antworten auf Lola Randls Frage liefern allerdings – mal wieder – Regisseurinnen. In München kommt man ohnehin nicht umhin zu denken, wie gut es ist, dass Frauen Filme machen, denn sie haben viel vor. Während Julia Langhof sich in "LOMO – The Language of Many Others" auf die Suche nach einer zeitgenössischen Sprache für die Entfremdung im familiären und nachbarschaftlichen Umfeld in Social-Media-Zeiten begibt, bietet Sonja Maria Kröner in "Sommerhäuser" körperliche Sinnlichkeit als Perspektive für die existenziellen Konflikte im Kleingarten. Die beiden Debüts verweisen auf das Potenzial,philipp plein jobs, das sich entfalten kann, wenn Filmschaffende eigene Positionen und Handschriften wirklich entwickeln können. Richtig eingelöst wird dieses Versprechen von den zwei besten Arbeiten des deutschen Programms, die beide mit Lust und Eigensinn den Boden der Realitäten verlassen: Irene von Albertis "Der lange Sommer der Theorie" und Lola Randls "Fühlen Sie sich manchmal ausgebrannt und leer?". Randl hat eine fantastische Komödie gedreht, bei der sich die Protagonistin so zerrissen fühlt, dass sie sich plötzlich verdoppelt: Luisa (Lina Beckmann) ist zunächst ziemlich verdattert,philipp plein freundin 2014, als sie sich selbst im Bett liegen sieht, versteht aber bald schon, welch Chance das birgt, ihr Double, das sie Ann nennt, für ihren Mann (Charly Hübner) sorgen zu lassen. So will sie endlich mehr Zeit ihrem Liebhaber (Benno Fürmann) widmen. Filmgalerie 451Julia Zange, Katja Weilandt und Martina Schöne-Radunski in "Der lange Sommer der Theorie" "Fühlen Sie sich …" ist eine Verwechslungskomödie, die in bester Tradition des Genres Situationskomik und Slapstick verbindet. Völlig einnehmend ist dabei Beckmanns Performance, der man die Theatererfahrung in jeder Bewegung ansieht. Groß macht den Film das Zusammenwirken der verschiedenen filmischen Elemente, vom surrealen Licht über die knalligen Kostüme zu den allzu bizarren Settings – der Film spielt überwiegend in postmodern-verwinkelten Fertighäusern. Die Verbindung von einem poppigen, gegenwärtigen Style mit einer fantastischen Erzählfreiheit findet sich auch in "Der lange Sommer der Theorie". Gleichzeitig essayistisch, dokumentarisch und dann aber doch überwiegend fiktiv-erzählend, hat Alberti einen Film gedreht, der in einer deutschen Reihe auch unter anderen Umständen herausfallen würde. So selten ist eine intellektuelle und spielerische Forschungsreise in die Gegenwart. Hier geht es vor allem um die Frage, wie man sich eigentlich noch oder wieder dem Kapitalismus entgegenstellen kann, wenn er doch auch Widerstand längst als Marktnische absorbiert. Drei Künstlerinnen (Julia Zange, Katja Weilandt, Martina Schöne-Radunski) leben gemeinsam in einer WG und sitzen oder liegen herum, weil sie sich nach einer Aktivität sehnen, die richtig ist. Alberti schafft keine Heldinnen, die schon Bescheid wüssten, sondern stellt die Ratlosigkeit ins Zentrum. Leer und ausgebrannt? Ja, aber das ist weder zynisch noch romantisch, sondern offen und neugierig. Die Ratlosigkeit macht Spaß, und steckt zugleich ziemlich gewieft den Rahmen für eine theoretische Revolution ab. Schon entsteht das, was irgendwie schon passé erschien, nämlich so etwas wie eine Utopie. Beschritten werden kann sie vielleicht nach dem Film. Offenlegung: Der Autor hat ein Gespräch mit dem Filmteam von "Der lange Sommer der Theorie" beim Filmfest München moderiert.