Autoradios im Wandel der Zeit

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich mein letztes Auto gekauft hatte. Das eingebaute Radio hatte noch ein Kassettendeck. Bevor Sie sich jetzt aber fragen, wie lange das gute Stück schon durchhält, keine Panik, der Wagen ist erst von 2005. War halt ein Ford Fiesta, den man so vom Hof wegkaufen konnte, wie er da stand. Und daher war nur das billigste Ford Radio drin, das es damals gab. Aber auch vor fünf Jahren zeichnete sich der Trend ab, dass Autoradios in der Folge zu wahren Multimediamaschinen wurden.

Dabei war für kurze Zeit gar nicht klar, ob es überhaupt eine Zukunft für CD-Radios geben würde. Schließlich gab es zur damaligen Zeit neben dem Aufkommen von MP3 Sonys neues Format, welches die CD ablösen sollte: Die MiniDisc. Ein Freund von mir hatte in seinem BMW 3er ein Autoradio für diese kleinen Datenträger. Heute wissen wir, dass dem Format nicht das ganz lange Leben beschieden war, wie es sich der japanische Konzern erhofft hatte.

Stattdessen hat sich die MP3-Datei durchgesetzt und inzwischen werden auch die CDs rarer, da es eine Vielzahl neuer Möglichkeiten gibt, Musik über sein Autoradio abzuspielen.

Ein Großteil der Geräte verfügt über einen USB-Eingang, an welchem man seinen Datenträger einstecken kann und so eine ständig aktuelle Playlist im Auto hat, ohne dutzende von Rohlingen zu verbrauchen. In den letzten Monaten haben sich zudem AUX-Eingänge weiter verbreitet, damit man seinen iPod oder andere MP3-Player direkt ans Autoradio anschließen kann. Selbst beim Radioempfang arbeitet man an neuen Methoden, demnächst soll Internetradio in die Automobile Einzug halten, damit die Kernfunktion des Autoradios auch wieder vermehrt genutzt wird.

Bild: motograf / pixelio.de