Abwanderung aus Ostdeutschland – die Ernüchterung nach 20 Jahren

Nun sind 20 Jahre vergangen seit die Mauer fiel und es ein so sehr gewünschtes vereintes Deutschland gibt. Doch die Resonanz nach all diesen Jahren ist ernüchternd. Zwar sind Reisen erlaubt und man kann in einen Supermarkt schlendern und kaufen wo drauf man Hunger hat.

Doch was bringt all dieser Luxus, wenn man ihn sich ihn nicht leisten kann. 20 Jahre vereintes Deutschland bedeutet für die neuen Bundesländer eine stagnierende Wirtschaft und eine hohe Arbeitslosigkeit. Es ist keineswegs rosig geworden. Ich bin selbst vor 5 Jahren von Stuttgart nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen und was ich sehe sind oft Menschen, die den Glauben auf eine bessere Zukunft schon lange verloren haben. Viele haben sich mit Hartz IV und den täglichen Talkshows am Morgen abgefunden.

Manchmal denke ich, dass man insbesondere Bundesländer, wie Mecklenburg-Vorpommern einfach bei der Wiedervereinigung vergessen hat. Nur einzelne Kommunen haben es geschafft, mit Tourismus sich über Wasser zu halten. In den meisten Städten sieht das anders aus. Hier ist die Abwanderung aus Ostdeutschland in jeder Nische sichtbar. Ganze Straßen und deren Häuser stehen leer und sind dem Verfall preisgegeben. Niemand fühlt sich verantwortlich. Auch in anderen Bundesländern und Kommunen sieht das Bild nicht anders aus. Für viele bleibt gar keine andere Alternative als ihre Heimat, ihre Freunde und Familie hinter sich zu lassen, um Arbeit, meist in den alten Bundesländern, zu finden.