Der Sinn von Naturparks

Durch Naturparks sollen Menschen ein neues Umweltbewusstsein erlernen.

Dass Menschen im Einklang mit der Natur leben, wird heutzutage zu Recht infrage gestellt. Um das Umweltbewusstsein zu stärken, ohne direkt mit dem Holzhammer oder dem Zaunpfahl um die Ecke zu kommen, wurden die Naturparks eingerichtet. Dabei ist der Begriff Naturpark zumindest leicht irreführend. Denn völlig naturbelassen sind diese Parks selbstredend nicht. Das liegt daran, dass diese Parks Touristen anlocken sollen, damit diese in einer fast unberührten Natur ein neues Umweltbewusstsein entwickeln sollen.

Dies ist natürlich ein zweischneidiges Schwert. Man möchte auf der einen Seite so viel Natur wie möglich zeigen und auf der anderen Seite greift man aktiv in den Lebensraum von Tieren und Pflanzen ein, wenn auch nur in kontrolliertem Maße. Im Endeffekt ist es für diese Lebensräume vielleicht sogar besser, denn die Besucher müssen strengen Regeln folgen, um nicht selber aktiv in die Natur einzugreifen. Zudem können durch den Tourismus weitere Gelder generiert werden, die für Tier- und Naturschutzprojekte eingesetzt werden können.

Im Taunus gibt es übrigens drei Naturparks, den Naturpark Hochtaunus, den Naturpark Rhein-Taunus und den Naturpark Nassau. Ersterer versucht durch ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz den Autoverkehr im Gebiet zu entlasten, so dass Wanderer, Wintersportler oder Mountainbiker umweltgerecht anfahren. Insgesamt haben sich die Zweckverbände, die die Naturparks pflegen, zum Ziel gesetzt, dass die Natur- und Tierwelt des Taunus auch noch nachfolgenden Generationen erhalten bleibt und somit Naherholung mit Umweltbewusstsein kombiniert.

Bild: Felix Weckenmann / pixelio.de