Die moderne Wettervorhersage

Im ausgehenden 17. Jahrhundert liegt die Geburtsstunde der Meteorologie. Der Politiker, Naturwissenschaftler und Tierarzt Otto von Guericke entdeckte, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Abfall des Luftdrucks und einem heranziehenden Gewitter gibt. Und schon um 1800 gab es ein über Europa verteiltes Wettermeldesystem, mit welchem das erste Mal versucht wurde, das Wetter vorherzusagen.

Mit immer moderneren Methoden und weiter entwickelten Instrumenten wurde die Wettervorhersage immer weiter verfeinert. Schon um 1900 kooperierten die nationalen Wetterdienste miteinander und tauschten ihre beobachteten Daten aus. Somit wurde gewährleistet, dass die Wettervorhersage auch oftmals eintrat. Man fand auch direkt heraus, dass es trotzdem schwer war, exakte Vorhersagen zu machen, weil einfach zu viele Faktoren mit hinein spielten, die man nicht alle berechnen konnte. Erst mit computergestützter Beobachtung war dies möglich.

Heutzutage wird zwar über die Wetterleute gemeckert, weil ja nie eintritt, was sie vorhersagen. Dabei spricht die Statistik eine andere Sprache: Die nächsten 24 Stunden werden mit einer Wahrscheinlichkeit von 90% vorhergesagt. Wenn man bedenkt, wie schnell durch bestimmte Ereignisse das Wetter schwanken kann, ist dies schon sehr beeindruckend. Doch das Meckern ist bei älteren Zeitgenossen ein Stück weit Gewohnheit. In den 1970er und 1980er Jahren war der Wetterbericht um einiges unzuverlässiger. Eine 24-Stundenvorhersage war damals so sicher, wie heute die Wochenvorhersage.

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